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Winter Karosserie Zittau

3639

Autor: Christian Suhr

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58,00 € inkl. MwSt.

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Selbst in Fachkreisen ist die Karosserie- und Wagen-Fabrik Gustav Winter aus Zittau längst dem Vergessen anheimgefallen, obgleich die kleine Firma einst zu den feinsten Adressen Sachsens gehörte, wenn es um Automobilkarosserien ging. Und sie gehörte mit ihrem Gründungsjahr 1864 zu den ältesten. Alle namhaften Marken, von Adler über Bugatti, Horch, Maybach, Mercedes-Benz bis hin zu Wanderer wurden hier mit Luxus-Karosserien versehen. Vergessen war bislang auch, daß Winter in den frühen Jahren von Audi zu dessen wichtigsten Aufbauherstellern gehörte und dabei vor allem die hochwertigsten lieferte. Ihrem handwerklichen Charakter treu geblieben, wandelte sich vor dem Zweiten Weltkrieg das Portfolio hin zu aufwendigen und vor allem speziellen Nutzfahrzeugaufbauten für die Zittauer Phänomen-Werke. Nach Kriegsende dominierte zunächst der Omnibusbau auf gebrauchten Fahrgestellen, bis dann Phänomen und später Robur zum Hauptauftraggeber für spezielle und arbeitsintensive Aufbauten wurde. Dem entsprechend firmierte man nach der Verstaatlichung 1972 auch als VEB Spezial-Karosseriewerk Zittau, bis 1983 die Eingliederung in den Robur-Werken vollzogen wurde. Nach der Wende reprivatisiert, war das Werk bis 2003 wieder im traditionellen Karosseriebau unterwegs, zuletzt erneut im Luxuswagen-Segment. Erstmals gelingt es, mit diesem Buch die Geschichte einer versunkenen Größe des deutschen Karosseriebaus nachzuzeichnen, was ohne das überlieferte und bislang unveröffentlichte Bildarchiv der Firma Winter nicht möglich gewesen wäre.